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Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erektionsstörungen?

Die klinische Erfahrung, sowie zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass einer von vier Männern im Alter über 65 Jahren einen gewissen Grad an erektiler Dysfunktion1 aufweist.  Fast 70% der Männer mit Erektionsstörungen erkranken an einer Herzerkrankung.2 Tatsächlich kann die Erektile Dysfunktion ein Frühwarnzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.  Die kleinen Arterien im Penis sind von Fettablagerungen (Plaquebildung) und Verschlüssen (Okklusionen) früher betroffen, als die größeren Herzkrankgefäße.3

Kann eine Erektile Dysfunktion ein Zeichen für eine Herzerkrankung sein?

Erektionsstörungen können ein Frühwarnzeichen für Herzprobleme sein

Bei einer Erkrankung der Herzkranzgefäße kann der Blutzufluss in den Arterien eingeschränkt werden. Wenn die Blutzufuhr verringert oder blockiert wird, kann dies zu Angina Pectoris (Brustschmerzen) oder Herzinfarkt führen. 4 Aufgrund dessen, dass die Arterien, die den Penis mit Blut versorgen, viel kleiner sind als die Herzkrankgefäße kann das Problem, eine Erektion5 zu bekommen, viel früher auftreten,

 

LAUT EINER INTERNATIONALEN STUDIE WIESEN MÄNNER MIT EREKTIONSSTÖRUNGEN FOLGENDE MERKMALE AUF: 

 

Erektionsstörungen treten häufig bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Normalerweise gehen sexuelle Probleme der kardiovaskulären Erkrankung sogar voraus und sollten daher als Symptom ernst genommen werden. Sie können ein erster Hinweis auf eine entstehende Herzerkrankung sein. Bei Patienten mit vorbestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung besteht ein erhöhtes Risiko für Erektile Dysfunktion. Daher können Erektionsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als zwei Anzeichen desselben Krankheitsbildes betrachtet werden.7

Was bedeutet das für Sie

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie unter Erektionsstörungen leiden, auch über Ihr erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Wenn Sie bereits bestimmte Medikamente, wie z.B. Nitrate , andere Herzmedikamente oder Medikamente für Ihren Blutdruck einnehmen, wird Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen besprechen, ob die Medikamente zur Behandlung Ihrer Erektionsstörungen für Sie geeignet sind. Eventuell gibt es andere Behandlungsmöglichkeiten, die für Sie eher in Frage kommen. 

Quellen/Literaturhinweise: 

1:Impotence. NIH: National Institutes of Health. https:consensus.nih.gov/1992/1992Impotence091html.htm. 

2:Gandaglia G, Briganti A, Jackson G et al. A systematic review of the association between erectile dysfunction and cardiovascular disease. Eur Urol. 2014 (65):968-978. 2. 

3: Gandaglia G, Montorsi F, Montorsi P. Management of erectile dysfunction in patients with preexisting cardiovascular disease. G Ital Cardiol (Rome). 2016 May;17(5):356-62. 

4:What is Coronary Heart Disease? (n.d.) Retrieved from https://www.nhlbi.nih.gov/health/health-topics/topics/cad 

5: Thompson IM, Tangen CM, Goodman PJ et al. Erectile dysfunction and subsequent cardiovascular disease. JAMA 2005; 294(23):
2996-3002. 

6: Gandaglia G, Montorsi F, Montorsi P. Management of erectile dysfunction in patients with preexisting cardiovascular disease. G Ital Cardiol (Rome). 2016 May;17(5):356-62. 

7: Gandaglia G, Montorsi F, Montorsi P. Management of erectile dysfunction in patients with preexisting cardiovascular disease. GItal Cardiol (Rome). 2016 May;17(5):356-62. 

10 et 20: Gandaglia G, Briganti A, Jackson G et al. A systematic review of the association between erectile dysfunction and cardiovascular disease. Eur Urol. 2014 (65):968-978. 2. 

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