Was ist eine Erektionsstörungen | Hilfe bei Erektionsproblemen
Impotenz verstehen: Problematik und Ursachen | Wissenswertes über Erektionsstörungen

Was ist eine Erektionsstörung / Erektile Dysfunktion?

Jeder Mann kann im Laufe seines Lebens sexuelles Versagen erleben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er direkt von einer Erektionsstörung betroffen ist. Ein besseres Verständnis darüber, was eine Erektionsstörung bzw. eine Erektile Dysfunktion ist, versetzt Sie in die Lage, den Ursachen effektiver auf den Grund zu gehen.

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Andy, 65 Jahre alt: „Seit einigen Tagen habe ich Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen, muss ich mir deshalb Sorgen machen?“*

Was ist eine Erektionsstörung / Erektile Dysfunktion?

In jedem Alter kann ein Mann von sexuellem Versagen betroffen sein. Wenn es sich dabei um ein vorübergehendes Phänomen handelt, besteht kein Grund zur Sorge. Dies wird dann noch nicht als ein gesundheitliches Problem betrachtet. Wenn diese Schwierigkeiten jedoch länger als sechs Monate anhalten und sich bei jeder sexuellen Begegnung wiederholen, kann man von einer Erektionsstörung (auch Erektile Dysfunktion oder Impotenz) ausgehen.

Als Erektile Dysfunktion bezeichnet man die Unfähigkeit (über einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten), eine ausreichend feste Erektion zu bekommen, um Geschlechtsverkehr ausüben zu können. Mit einer Erektilen Dysfunktion ist es noch immer möglich,sexuelles Verlangen zu verspüren,einen Orgasmus / Samenerguss zu haben.

Symptome einer Erektionsstörung / einer Erektilen Dysfunktion

Sich bewusst zu machen, wann Ihre Erektionsprobleme auftreten, ermöglicht Ihnen ein besseres Verständnis Ihrer individuellen Symptome und deren Schweregrad.

Erektionsstörungen treten nicht plötzlich auf. Die Ausnahme ist eine traumatische Ursache, wie z. B. Verletzungen des Rückenmarks. In der Regel erscheinen die Symptome aber schrittweise.  Das ist bei jedem Betroffenen selbstverständlich individuell mit unterschiedlicher Ausprägung: 

  • Sexuelles Verlangen und Erregungsfähigkeit sind unverändert. Es gibt jedoch Schwierigkeiten, eine Erektion zu erreichen oder es wird nur eineunvollständige Erektion erreicht. 
  • Schwierigkeiten beim Eindringen während des Geschlechtsverkehrs oder einezunehmend schwache Erektion, die für die Penetration nicht ausreicht.
  • Es findet zwar eine Ejakulation (Samenerguss) statt, allerdings nur mit minimaler Steifheit des Penis 

Je nach Schweregrad können Erektionsstörungen eine Erektion komplett unmöglich machen. Die Ursachen können vielfältig sein, unterteilen sich aber grundsätzlich in zwei Kategorien:

  • In 20% der Fälle liegen psychologische Ursachen vor.
  • In 80% der Fälle ist die gestörte Erektionsfähigkeit auf ein körperliches Problem oder physiologische Traumata zurückzuführen.1

Sollten Sie eine Erektile Dysfunktion bei sich vermuten, können Sie diesen Selbsttest machen. Die Ergebnisse liefern Ihnen eine erste Einschätzung, ob Sie von einer Erektionsstörung betroffen sein könnten und in welchem Grad.

Sind Erektionsstörungen behandelbar?

Eine Erektile Dysfunktion bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie den Rest Ihres Lebens darunter leiden müssen. Es empfiehlt sich, bei einer Verschlimmerung der Symptome die Beratung durch Ihren Arzt bzw. Urologen zu suchen. Mit diesem können Sie die Behandlung abstimmen, die zu Ihrer individuellen Situation passt. Die Unterstützung durch Ihren Arzt oder auch Ihrem Partner kann sich dabei auch positiv auf Ihren Behandlungsweg auswirken.

Erektionsprobleme können mit anderen Erkrankungen in Verbindung stehen. Daher ist es wichtig, mit Ihrem Arzt zu sprechen, um mögliche Ursachen erkennen und behandeln zu können. Erfahren Sie mehr über mögliche Ursachen in weiteren Beiträgen.

Ich werde älter: Verändert sich mein sexuelles Verlangen?

Mit dem Alter stellen Männer möglicherweise eine Veränderung ihres Sexualtriebs fest. Im Alter von 60 bis 69 Jahren leiden ungefähr 34% der Männer an Erektiler Dysfunktion. Zwischen 70 und 79 Jahren sind 53% der Männer betroffen. 15% der 70-jährigen Männer sind von einer schweren Form der Erektilen Dysfunktion betroffen (im Vergleich zu 5% bei den 40-Jährigen).2

Weitere Fakten zu Erektionsstörungen / Erektiler Dysfunktion / Impotenz: 

  • Sie sind nicht allein! Etwa einer von drei Männern über 60 Jahren leidet zu einem gewissen Grad an Erektionsstörungen.2
  • Die meisten betroffenen Männer sind trotz Erektionsstörungen in der Lage, einen Samenerguss zu bekommen und Kinder zu zeugen.
  • Erektionsstörungen sollten nicht einfach als gegeben hingenommen werden. Denn sie sind nicht eine unausweichliche Folge des Älterwerdens.
  • Die meisten Männer haben im Leben einmal oder mehrfach Probleme, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Das ist völlig normal und noch kein Zeichen für ein Problem. Dennoch erleben Millionen Männer aller Altersstufen diese Unfähigkeit als dauerhaftes Problem.

Bei mehr als 80% der Männer mit Erektionsstörungen / Erektiler Dysfunktion liegt ein körperliches Problem oder eine Erkrankung zugrunde.1 Lesen Sie weiterführende Informationen über die körperlichen Ursachen von Erektionsstörungen. Hinterfragen Sie zudem, ob es auch stressbedingte Ursachen bei Ihnen gibt. Die eigene Ursachenforschung kann einen wichtigen Beitrag zum Behandlungserfolg leisten.

Quellen

* Bericht eines Betroffenen. Bitte beachten Sie, dass jeder Fall sehr individuell ist und Ihre eigenen Erfahrungen abweichen können.

  1. Khera M, Goldstein I. Erectile dysfunction. BMJ Clin Evid. 2011 Jun 29;2011. pii: 1803. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3217797/
  2. Braun M et. al. Epidemiology of erectile dysfunction: results of the ‘Cologne Male Survey’. International Journal of Impotence Research (2000) 12, 305-311. https://www.nature.com/articles/3900622
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